Im Syenit – nach heutiger petrographischer Klassifikation eher ein Syenodiorit – des Plauenschen Grundes wurde seit dem 19. Jahrhundert in zahlreichen Brüchen Gestein gewonnen; in deren Klüften und Pegmatitgängen kam dabei eine für die Umgebung Dresdens ungewöhnliche Vielzahl an Mineralien zutage.
Von den einst über ein Dutzend Brüchen ist heute nur noch wenig im ursprünglichen Zustand erhalten. Die meisten liegen seit Jahrzehnten still, sind verfüllt, zugewachsen oder im Straßenbau und Tunnelbau verschwunden; manche Bruchwand ist nur noch als bewachsene Felsstufe im Wald zu erahnen, andere dienen heute als Kletterpark oder liegen unter heutigem Geländeniveau verborgen. Einzig der Ratssteinbruch ist noch einsehbar, wenn auch nur eingeschränkt zugänglich.
Die hier abgebildeten Stücke zeigen, wie sich die einzelnen Vorkommen heute tatsächlich darbieten – meist unscheinbar, oft nur in geringer Größe oder als dünner Anflug, selten von der Pracht historischer Stufen, wie sie Fischer, Zschau oder Bindrich seinerzeit beschrieben haben. Wer selbst im Gelände sucht, wird eher solchen Belegstücken begegnen als musealen Prachtexemplaren.
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